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Blutegeltherapie
 

 

Die Blutegeltherapie gehört zu den sogenannten "ausleitenden Heilverfahren". Hierbei steht die Beseitigung von lokalen Fülle-, Stauungs- und Schmerzzuständen aufgrund eines Blut- und Lymphödems im Vordergrund. Dies wird mit Hilfe von an der Hautoberfläche angesetzten Blutegeln erreicht. Blutegel geben beim "Beißen" entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffe ab, welche eine schnelle Wundheilung bewirken.

Mit dem Biss des Egels beginnt die therapeutische Wirkung. Wissenschaftler haben im Speichel des Blutegels bislang 18 hochwirksame Komponenten gefunden. Der bekannteste Wirkstoff ist Hirudin, das die Blutgerinnung hemmt und so die Fließeigenschaft des Blutes verbessert. Zudem hat Hirudin eine antibiotische Wirkung.

Der Speichel des Egels beschleunigt den Lymphstrom, was eine Entstauung bzw. Entschlackung gestauter Entzündungsgebiete bewirkt und so zu einer Schmerzlinderung führt.

Blutegel können angewandt werden bei:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (Arthrose, Arthritis, Gallen, Blutergüsse, Ödeme, etc.)
  • Hufrehe, Hufrollenveränderungen
  • Hautveränderungen aller Art, schlecht heilende Narben, Mauke, Abszesse, Sommerekzem
  • Ataxien
  • Blutohr
  • Euterentzündungen
  • Sehnenerkrankungen
  • Sattel- und Gurtdruckstellen
  • Hämatone
  • Genickbeulen
  • Nervenentzündungen

Blutegel können bis zu 2 Stunden saugen. In dieser Zeit sollte man die Tiere in Ruhe lassen. Sobald sie sich vollgesogen haben, fallen sie von alleine ab. Sollte das nicht der Fall sein, betupft man sie nach einer gewissen Zeit mit etwas Wasser, damit sie sich von alleine lösen.

Ein Nachbluten nach Abfallen des Egels ist gewünscht und kann einige Stunden anhalten.

Blutegel werden schon seit Jahrtausenden zu medizinischen Zwecken verwendet. Heute gewinnt die Methode nicht zuletzt durch neuere Forschungsarbeiten in der Wissenschaft wieder zunehmend an Bedeutung. Zu Recht!

Blutegel sind vielseitig einsetzbar und absolut nebenwirkungsfrei!

 

Infoblatt Blutegeltherapie

Artikel Eggersmann